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Heizungswasseraufbereitung oder Heizungswasserbehandlung?

Ist eine Behandlung/ Aufbereitung meines Heizungswassers √ľberhaupt notwendig. Die Unterschiede und die Frage der Notwendigkeit kl√§ren wir in diesem Bericht.

Grunds√§tzlich sind alle Anforderungen an Anlagenwasser in Heiz- und K√ľhlsystemen in der VDI Richtlinie 2035 definiert. Zus√§tzlich kann jeder Hersteller von einzelnen Bauteilen¬† eigene Anforderungen an die Beschaffenheit des Anlagenwassers stellen.

Heizungswasseraufbereitung
Bei der Frage nach einer Heizungswasseraufbereitung unterscheidet man grundsätzlich drei verschiedene Verfahren:

  1. Die Enthärtung. Bei diesem Verfahren wird dem Heizungswasser mittels einer Enthärtung die Kalk bildenden Stoffe entzogen. Mittels eines Ionenaustauschverfahrens wechseln die Calcium- und Magnesiumionenen, welche im Wasser gebunden sind, mit Natriumionen ihren Platz.

  2. Die Vollentsalzung. Bei der Entsalzung von Anlagenwasser,  werden alle im Wasser gebundenen Salze entfernt. Hierdurch wird der Leitwert im Wasser maßgeblich gesenkt und Korrosion verhindert. Dieses Verfahren findet besonders in Heizsystemen mit Bauteilen aus Aluminiumlegierungen Anwendung, da diese besonders anfällig gegen Korrosion sind.

  3. Die Filterung. Bei der Filterung werden grundsätzlich erstmal Feststoffe aus dem Anlagenwasser entfernt. Hierbei werden  unterschiedliche Verfahren angewendet. Von einem einfachen Schmutzfilter bis hin zur aufwendigen Bypass-Filtration, mit unterschiedlichen Filtermedien und Filtrationsstufen. Daneben gibt es noch Magnetit-Filter, welche in jedem modernen Heizsystem nicht mehr fehlen sollten. Da fast in jedem Heizsystem Bauteile aus Stahl vorhanden sind, entsteht bei dem Betrieb auch Magnetit. Dieser Magnetit hat die Eigenschaft magnetisch zu sein. Mit einem speziellen Magnetitabscheider, welcher zumeist mit einem Magnet funktioniert, wird ein Großteil des Magnetits aus dem Anlagewasser herausgefiltert. Besonders bei modernen Pumpen kommt es häufig zu Schäden, da diese ein elektromagnetisches Feld aufbauen, welches den Magnetit anzieht.

 

Heizungswasserbehandlung
Die Behandlung von Heizungswasser, zum Beispiel mit Inhibitoren, findet zumeist in größeren Heizsystemen, wie Nah-und Fernwärmenetzen Anwendung. Dabei gibt es unterschiedliche Inhibitoren mit verschiedenen Eigenschaften. Am häufigsten erzielt man mit Inhibitoren folgende Eigenschaften des Anlagenwassers:

  • Stabilisierung sowie Einstellen des pH-Wertes
  • Einstellen des Leitwertes
  • Sicherstellen des Frostschutzes ( zumeist in K√ľhlsystemen)
  • Bindung von gel√∂stem Sauerstoff im Anlagenwasser


Sollten Sie weitere Fragen zum Thema Heizungswasseraufbereitung oder Behandlung haben, nehmen Sie gerne mit uns Kontakt auf.